• Bettina

Vielseitiges Chiapas *Mexiko*


An der Grenze zu Guatemala, ganz im Süden Mexikos, befindet sich der Bundesstaat Chiapas. Kulturelle Highlights und eine vielfältige Natur machen diese Gegend zu einem beliebten Touristenziel. Ich schaue mir hier vier Orte an:

1. die Maya-Ruinen in Palenque

2. die Stadt San Cristóbal de las Casas

3. den Sumidero Canyon

4. das Pueblo Mágico Chiapa de Corzo

Maya-Ruinen von Palenque

Bisher kenne ich schon die Pyramiden von Tikal in Guatemala. Dort wurde mir die ganze Faszination durch einen unsympatischen Guide genommen. So ist mir diesmal klar - auch wenn ich jetzt in einem Land bin - dass ich auf eigene Faust zu dieser Maya-Stätte aufbrechen werde. In meinem Hostel lerne ich zwei liebe Mexikanerinnen kennen. Beide kommen mit und teilen ihr Wissen mit mir. Schon nach wenigen Minuten ist mir klar, dass es mir hier direkt viel besser gefällt.

Das gesamte Areal ist riesig. Man kann stundenlang zwischen Tempeln und Überresten dieser rätselhaften Kultur herumirren. An manchen Ecken ist noch zu sehen, wie sich der Dschungel sein Reich zurückerobert hat.

Vom Ort Palenque fahren in kurzen Abständen Shuttle-Busse zum archäologischen Areal. Die Fahrt kostet je 20 Pesos. Man kann auch am Museum, das sich etwas vor den Ruinen befindet, zu und aussteigen.

Der Eintritt in den Nationalpark kostet 35 Pesos, der Eintritt zu den Ruinen weitere 70 Pesos. Insgesamt entspricht das in etwa 4,50 €. Zudem wird an der Kasse auf eine extra Gebühr für Fotos gebeten. Die zahlt aber grundsätzlich niemand. Eine Kontrolle findet nirgendwo statt.

Stadt San Cristóbal de las Casas

San Cristóbal ist einfach herrlich. Hier leben viele indigene Mexikanerinnen und Mexikaner, die alles so wunderbar authentisch machen. Doch meistens bedeutet das auch viel Armut und Kinderarbeit. Genau das habe ich nirgends sonst in Mexiko so viel gesehen wie hier. Mich bedrückt dieser Anblick jedes Mal auf's Neue, macht mich fast schon wütend, weil Eltern nicht verstehen können, dass sie ihre Kinder in die Schule schicken müssen, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Aber wahrscheinlich ist dieser Gedanke einfacher gedacht, als die Realität ist. Wahrscheinlich sind sie auf das Geld angewiesen, das der Junge nach Hause bringt, wenn er am Straßenstand Essen verkauft oder das kleine Mädchen, das mit großen Kulleraugen die handgefertigten Souvenirs der Mutter an den Mann bringen soll.

Weil es natürlich recht touristisch hier ist, findet man auf der anderen Seite moderne Cafés und Restaurants. Man flüchtet sich ab und zu gerne hier hin, einfach, um so manches Schicksal auszublenden.

Besonders hübsch ist die sogenannte "Esquina San Agustin". Hier schlemmt man zwar nicht günstig, aber die Lokale sind geschmackvoll und chic. Einen Kaffee kann man sich vielleicht auch als Backpacker gönnen.

Sumidero Canyon

Ich habe schon so viele Wasserfälle gesehen, dass mich diese in Chiapas nun gerade nicht mehr reizen. Was mich aber reizt ist der gigantische Sumidero Canyon mit all seiner Tierwelt.

Während einer etwa zweistündigen Bootsfahrt durch die Schlucht sehen wir Krokodile, Affen und unheimlich viele Wasservögel, wie Reiher und Pelikane. Was wir aber auch sehen - und das ist leider die Kehrseite der Medaille - ist jede Menge Müll. Täglich würde der Fluss gereinigt werden. Das glaube ich auch, denn den Berg an Plastik sehe ich sogar. Dennoch schwimmt noch viel Abfall im Wasser. Das Problem sei der Regen, erklärt man uns, der spüle alles die Berge hinunter. "Nein, das Problem ist nicht der Regen!", will ich noch sagen, beiße mir aber auf die Zunge.

Blendet man dieses unschöne Thema aus, so ist der Canyon wunderschön. Unterwegs bekommt man sogar Michelada und Chips, wenn man das möchte. Ganz auf asiatische Floating-Market-Art.

Für meine Tour ab San Cristóbal zahle ich 240 Pesos (entspricht etwa 10,40 €). Dienstags ist es leider nicht möglich zu den Aussichtspunkten zu fahren, von denen man einen Blick von den Bergen aus auf die Schlucht hat. Dies bleibt mir daher verwehrt. Im Preis enthalten ist jedoch auch ein Stop im Örtchen Chiapa de Corzo.

Pueblo Mágico Chiapa de Corzo

Der zentrale Platz in diesem weiteren "Magischen Dorf" Mexikos ist schon sehr schön. Für einen Zwischenstop ist Chiapa de Corzo gut geeignet. Viel mehr aber auch nicht.

Toll finde ich die typische Markthalle, wo ich mir eine hervorragende Quesadilla zum Mittagessen gönne. Wenn es ums Essen geht, macht man dem Mexikaner nichts vor.

An- und Weiterreise

Von Chetumal nach Palenque benötigt man mit dem Bus etwa 6,5 Stunden. Mein Ticket kostet 378 Pesos (etwa 16,40 €). Von Palenque nach San Cristóbal de las Casas zahle ich für den Nachtbus (9 Std.) 315 Pesos (etwa 13,70 €). Weiter geht meine Route nach Oaxaca, was sage und schreibe 11 Stunden dauert. Auch hier nehme ich einen Nachtbus und zahle 330 Pesos (etwa 14,30 €).

Alle diese Fahrten habe ich mit ADO unternommen, einer nicht ganz günstigen, aber sicheren und zuverlässigen Busgesellschaft. Wie immer gilt es bei ADO die Tickets möglichst frühzeitig zu kaufen, da man so Rabatte erhält.

#Mexiko #Nordamerika #Weltreise #Backpacking

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