• Bettina

Die Gelben Berge des Huang Shan


Ob jetzt Huang Shan oder Zhangjiajie für sich beansprucht, die Inspiration für den Kinoerfolg "Avatar" geliefert zu haben, ist ja auch völlig wurscht. Beeindruckt bin ich von den Granitgipfeln der Gelben Berge, wie sie auch genannt werden, durchaus.

>> Es regnet hier an 200 Tagen im Jahr. <<

Auch ich bleibe nicht verschont und trotte, nach der relativ klaren Sicht am Morgen, die meiste Zeit durch dichten Nebel.Früh aufstehen lohnt sich daher nicht nur deshalb, sondern auch um den chinesischen Reisegruppen zuvorzukommen und die Wartezeiten an Ticketschalter, Shuttlebus und Seilbahn zu verkürzen. Aber um die Illusion zu nehmen: du wirst nicht allein auf dem Berg sein. Mir wären zwar ein paar blaue Fantasiegestalten lieber gewesen, als tausende Besucher in gelben Regenponchos, aber man kann es ja verstehen, so schön wie es hier ist.

Neben dem oftmals wechselhaften Wetter und den hohen Besucherzahlen kann man sich schon denken, dass das Ganze kein ganz günstiges Vergnügen ist. Und nur mit der Beschilderung auf dem Berg fühlt man sich wohl eher wie in einem Irrgarten. Ich bin glücklicherweise mit Chinesen, die ich im Bus kennenlernte, und deren Karte unterwegs. Aber hey ... man kann auch einfach dem Strom folgen.

Ohne Zweifel zählt das Gebirge zu einem der Top-Sehenswürdigkeiten Chinas. Und auch wenn ich vorher gewusst hätte, was mich erwartet, dass man sich quasi über die Pfade schiebt, würde ich wieder hinfahren. Den Vergleich zu Zhangjiajie habe ich nicht, allerdings liegt Zhangjiajie noch weiter im Landesinneren und sowohl die Preise als auch die vielen Besucher werden dort nicht anders sein.

>> Huang Shan ist die Gelegenheit,

um der Sommerhitze für einen Tag zu entkommen. <<

Ein grandioser Pluspunkt: Bei den üblichen 35°C bis 40°C im August kann man hier oben bei einem erfrischenden Lüftchen gut durchatmen. Und: die Landschaft ist der Hammer!

Wie geht's hin?

In die Berge gelangt man über den Ort Tangkou. Die meisten Besucher übernachten vermutlich in Tunxi (auch Huangshan Stadt genannt) und fahren für 20 Yuan mit dem Bus (ca. 1 Std) nach Tangkou. Zwar verkehren die Busse den ganzen Tag, sofern man aber eine Tagestour plant und nicht auf dem Berg übernachten möchte, sollte man sich morgens um etwa 6:30 Uhr auf den Weg machen. Der letzte Bus zurück nach Tunxi geht um 17:00 Uhr.

Von Tangkou fahren Shuttlebusse für 19 Yuan weiter zu den zwei Seilbahnstationen Yungu Zhan im Osten und Ciguangge Zhan im Westen. Ich bin mit der Seilbahn Yungu nach oben gefahren, dort gewandert und mit einer dritten Seilbahn (Yuping) wieder nach unten gefahren. Der Abstieg hätte evtl. zur Folge gehabt, dass ich den letzten Bus nicht erwische, was ich nicht riskieren wollte. Der Aufstieg ohne Seilbahn soll in etwa drei Stunden dauern, so erzählte man mir. Dies ist fast eine Überlegung wert, wenn man bedenkt, dass man unter Umständen auch an der Seilbahn allein 90 Minuten ansteht.

Kostenübersicht

40 Yuan Bus von Tunxi nach Tangkou (Hin- und Rückfahrt)

38 Yuan Shuttlebus zur Seilbahnstation und wieder zum Busparkplatz (2 x 19 Yuan)

230 / 115 Yuan Eintritt während der Hauptsaison (März - Nov.) / reduzierter Eintrittspreis für Studenten

150 Yuan Eintritt während der Nebensaison (Dez.- Feb.) / evtl. auch Studentenpreis (habe ich nicht drauf geachtet)

80 Yuan Seilbahn nach oben (Yungu)

90 Yuan Seilbahn nach unten (Yuping) - Argument für den höheren Preis: Seilbahn ist neuer. Aha.

Insgesamt hat mich der Tag somit etwa 46 € gekostet. Mir war es das wert.

#China #Fernreise #Backpacking #Asien #Wandern

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