• Bettina

Das Weltwunder Machu Picchu


Plötzlich steht man vor den berühmten Ruinen aus Zeiten der Inka. Richtig glauben kann ich es noch nicht. Die Erwartungen sind hoch und irgendwie will das Gefühl von völliger Faszination nicht so wirklich aufkommen. Die Stätte, gerade einmal vor gut 100 Jahren entdeckt, zählt zu einem der neuen Weltwunder.

Bingham, dem wir den Zugang zu der verlorenen Stadt zu verdanken haben, beschrieb Machu Picchu mit den Worten: "Staunen folgte Staunen bis ich realisierte, dass wir inmitten der schönsten Ruinen standen, die je in Peru gefunden wurden. Es schien nahezu unglaublich, dass diese Stadt nur fünf Tage Anreise von Cuzco so lange unbeschrieben und unbekannt verborgen sein sollte."

Bis heute wirft Machu Picchu unzählige Fragen auf, die unter Umständen nie beantwortet werden können. Warum genau und für wen wurde die Stadt gebaut? Warum wurde sie wieder verlassen? Wie konnten die Inkas die Felsbrocken auf den Berg transportieren? Und wie die Steine so exakt bearbeiten, um Sie für den Bau verwendbar zu machen?

Unser Guide stellt verschiedene Spekulationen dar, eine Antwort hat natürlich auch er nicht.

Besuch von Machu Picchu

Durch den Populismus und die enormen Touristenzahlen, droht die Stätte in ebenso kurzer Zeit wieder zu verschwinden. Die Besucherzahlen sollten daher laut UNESCO reguliert werden. Es wurden zwei Besucherzeiten eingeführt: 6:00 bis 12:00 Uhr und 12:00 bis 17:30 Uhr.

Ein Besuch des Huayna Picchu, dem Berg, der auf dem typischen Bild Machu Picchus im Hintergrund zu sehen ist, wurde auf 400 Besucher pro Tag begrenzt. Auf den Montaña Machu Picchu sind täglich 800 Besucher zugelassen. Tickets für den Huayna Picchu sind endsprechend frühzeitig vergriffen und unbedingt im Voraus zu buchen.

Ein wenig schlechtes Gewissen stellt sich ein, wenn man weiß, dass man durch den Besuch dazu beiträgt, dass dieses Kulturerbe irgendwann vermutlich nicht mehr sein wird.

WICHTIG! Für den Besuch ist auf jeden Fall der Reisepass mitzubringen. Dieser wird zusammen mit dem Ticket am Eingang kontrolliert. Auch bereits für den Ticketkauf ist der Reisepass oder zumindest ein Foto / eine Kopie vorzulegen.

Montaña Machu Pichhu (3.082 m)

Weil ich spontan reise und keine frühzeitigen Pläne habe, bleibt für mich lediglich die Möglichkeit, wenn überhaupt einen der beiden Berge, den Montaña Machu Picchu zu besteigen. Und ich muss sagen, dies ist mein eigentliches Highlight des Tages. Der Weg nach oben besteht fast ausschließlich aus steilen Stufen und das für 652 Höhenmeter. Der Tag ist heiß, der Weg umso anstrengender.

Der Blick von ganz da oben auf die gigantische Berglandschaft rund um Machu Picchu ist allerdings sagenhaft und entlohnt für alles. Ich bin sehr froh, den Berg mit gebucht zu haben. Nachträglich vor Ort ist dies nicht mehr möglich.

Es gibt zwei Zeiten, zu denen man den Berg besteigen kann, man also am Gate sein muss: zwischen 7:00 und 8:00 Uhr oder 9:00 und 10:00 Uhr. Definitiv ist daher der erste Besucherzeitraum für Machu Picchu erforderlich, die Zeit für das Betreten des Berges legt man ebenfalls bereits mit dem Kauf des Tickets fest.

Bis spätestens 12:00 Uhr ist der Montaña Machu Picchu zu verlassen. Man kann dann noch weitere Zeit bei den Ruinen verbringen, das kontrolliert keiner. Nur raus und wieder rein kommt man natürlich nicht. Dies ist im Allgemeinen lediglich ein weiteres Mal möglich. Die Toiletten sind allerdings lediglich außerhalb und zu bedenken ist auch, dass es einen Rundweg gibt und man lediglich in eine Richtung laufen kann. Ich habe daher erst eine Tour mit einem Guide morgens um ca. 6:30 Uhr und gehe dann ein zweites Mal rein, um zwischen 9:00 und 10:00 Uhr den Berg zu besteigen.

Viele Wege fürhren nach Machu Picchu

Am beliebtesten sind natürlich die bekannten Mehrtageswanderungen: der Inka Trail, der Salkantay Trek oder der Lares Trek. Diese Mehrtageswanderungen haben einen stolzen Preis und liegen zwischen $ 200 und $ 500.

Inzwischen gibt es auch noch eine Möglichkeit für die Action-Freaks mit Rafting, Mountainbiking, Zip-Lining usw., den sogenannten Inka-Dschungel-Trek. Diese 4-Tages.Tour kostet ebenfalls, was ich hörte, um die $ 250.

Ab Cusco gibt es zudem die Möglichkeit, mit dem Zug nach Aguas Calientes, das Machu Picchu Dorf, zu gelangen. Sicher ist die Fahrt sehr schön, kostet jedoch auch etwa $ 140 für die Hin- und Rückfahrt, wenn man zeitig mit der Buchung dran ist.

Für mich ist all das nicht im Backpacker-Budget. Eine günstige Alternative gibt es aber noch: eine Fahrt bis Hidroelectrica und dann ein etwa dreistündiger Marsch entlang der Bahngleise bis Aguas Calientes.

Über Hidroelectrica nach Aguas Calientes

Und so gelangst du günstig nach Aguas Calientes:

  • In einer Travel-Agency buchst du dir eine Fahrt mit einem Kleinbus nach Hidroelectrica (einfach 35 Soles, Hin- und Rückfahrt 70 Soles).

  • Du wirst in der Regel direkt an deinem Hostel abgeholt, morgens um etwa 7:00 Uhr, je nach Agentur und Lage deiner Unterkunft.

  • Die Fahrt nach Hidroelectrica dauert etwa 6 Stunden, die Landschaft ist super spannend und herrlich. Als Vergleich: mit dem Zug benötigst du etwa 3 Stunden.

  • Ab der Endstation (hier gibt es auch ein Restaurant) läufst du etwa für 2,5 bis 3 Stunden die ca. 10 - 12 Kilometer entlang der Bahngleise. Du solltest dich nicht zu lange aufhalten, um vor Einbruch der Dunkelheit in Aguas Calientes anzukommen.

  • In Aguas Calientes übernachtest du einmal und am nächsten Morgen kann dein Machu-Picchu-Tag starten.

Ich hatte lediglich die Hinfahrt über das Touren-Büro gebucht und bin auf dem Heimweg individuell über die Salzbecken von Maras gefahren. Falls man nur Machu Picchu besucht, kann man direkt an dem gleichen Tag, also einen Tag nach der Hinfahrt, wieder zurück. Sofern man noch einen der Berge besteigt, sollte man noch eine zweite Nacht in Aguas Calientes einplanen.

Infos und Preise

Tickets für Machu Picchu gibt es bei der Dirección Desconcentada de Cultura in Cuscu (Calle Garcilaso s/n oder Calle Maruri N°340, Öffnungszeiten: Mo - Sa 7:00 Uhr bis 19:30 Uhr) oder in Aguas Calientes (Öffungszeiten: Mo - So 5:20 Uhr - 20:30 Uhr, hier keine Kartenzahlung möglich).

Preise für Erwachsene:

152 Soles (etwa 38,00 €) ~ Machu Picchu

200 Soles (etwa 50,00 €) ~ Machu Picchu und Huayna Picchu oder Montaña Machu Picchu

Preise für Studenten (mit ISIC-Studentenausweis):

77 Soles (etwa 19,25 €) ~ Machu Picchu

125 Soles (etwa 31,25 €) ~ Machu Picchu und Huayna Picchu oder Montaña Machu Picchu

Man hat die Möglichkeit, von Aguas Calientes zum Eingang über unzählige Treppenstufen nach oben zu gehen oder mit dem Bus zu fahren. Ich bin nach oben gefahren und runter gelaufen. Der Bus kostet one way 39 Soles (etwa 9,75 €).

Ein Guide wurde in meiner Unterkunft angeboten. Er war nicht der beste, kostete allerdings lediglich 30 Soles (etwa 7,50 €) pro Person. Vermutlich bekommt man das vor Ort nicht so günstig.

Sowohl beim Ticketkauf als auch beim Betreten von Machu Picchu wird der Reisepass benötigt.

Meine Unterkunft

Ich habe in Aguas Calientes im Supertramp Hostel übernachtet. Im Zweibettzimmer zahlte ich hier inkl. Frühstück 12,50 € / Nacht. Das Hostel fand ich gesellig und nett, es gab heißes Wasser und sogar eine Bar. Das Frühstück ist entsprechend der Bedürfnisse der Gäste auch morgens um 4:00 Uhr schon zu bekommen, besonders ausgewogen ist es allerdings nicht: Brötchen, Butter und Rührei, Keffee und Tee. Marmelade gab es leider nicht. Wer morgens um 4:00 Uhr noch nicht auf Rührei steht, isst eben Butterbrot. Das Restaurant ist nicht unbedingt zu empfehlen. Da isst man an anderen Orten günstiger und bestimmt besser.

Zur Buchung gelangst du hier.

Individuelle Rückreise ab Hidroelectrica

Es warten hier Sammeltaxis, die für 15 Soles p. P. (etwa 3,75 €) nach Santa Maria fahren, sobald 4 Personen zusammen kommen. Wir warteten eine Kaffeelänge und fuhren ab.

Mit einem Kleinbus gelangt man für 25 Soles (etwa 6,25 €) nach Cusco. Ich bin allerdings lediglich ins Heilige Tal nach Ollantaytambo gefahren und zahlte hierfür 20 Soles (etwa 5,00 €).

#Peru #Backpacking #Weltreise #Südamerika

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