• Bettina

Medellín - my Love *Kolumbien*


Müsste ich meine Highlights in Kolumbien betiteln, würde ich ganz sicher auch die Stadt Medellín aufzählen. Hier ist immer etwas los. Ganz so entspannt, wie im restlichen Land geht es hier nicht zu. Es ist lauter und hektischer, aber bisher hat sie schon alle um den Finger gewickelt. Der Vibe dieser Metropole ist ein besonderer. Es heißt, man liebt es oder hasst es. Ich gehöre zum Team "Liebe".

Kein Geheimtipp ist es, dass man sich am besten im Viertel El Poblado einquartiert. Denn hier steigen die Partys. Bars und Clubs reihen sich aneinander. Die meisten Weltenbummler kommen hier unter, aber auch die Einheimischen geben hier donnerstags bis sonntags Vollgas. Besondere Empfehlungen möchte ich hier gar nicht geben. Die Disco, die noch vor zwei Jahren mein Liebling war, ist heute wie ausgestorben. Dafür stehe ich diesmal vor Clubs, in die man gar nicht mehr rein kommt, weil sie aus allen Nähten platzen. Einfach an die längste Schlange anstellen und man macht schon nichts falsch.

Absolut empfehlenswert ist eine Tour durch die sagenumwobene Comuna 13, einem Stadtteil, der wegen jahrelanger Negativschlagzeilen bekannt wurde. Schießereien seien hier sonst an der Tagesordnung gewesen. Medellín galt lange Zeit als eine der gefährlichsten Städte der Welt. Heute taucht sie unter den "Top 50", wenn man das so sagen kann, nicht mehr auf. Führend in dieser Negativstatistik ist unter den kolumbianischen Städten inzwischen Calí. Seit dem Tod des Drogenkönigs Pablo Escobar hat sich die Situation des Ländes allerdings stetig gebessert. Zum Glück! Ich fühle mich hier überhaupt nicht unsicher, aber die Augen sollte man offen halten.

Aber nun zurück zur Comuna 13. Ich habe an der "Comuna 13 Graffiti Tour" teilgenommen, die täglich um 10:00 Uhr an der Metrostation 'Poblado' startet. Der Preis von 70.000 COP mag abschreckend wirken, dennoch kann ich die Tour nur empfehlen. Mit der Seilbahn geht es über die Berge der Stadt in das Viertel, in dem Streetart, Breakdancer und Rolltreppen dominieren. Wir erhalten Informationen zu den Kunstwerken an den Fassaden, zur Geschichte und den sozialen Projekten, die hier initiiert wurden. Turnschuhe sind für die Tour Pflicht, denn 4 - 5 Stunden ist man unterwegs, könnte es aber aufgrund der Kurzweiligkeit auch noch länger aushalten. Anmeldungen werden über die Email-Adresse comuna13tours@gmail.com entgegengenommen.

Vom Cerro Nutibara hat man eine grandiose Aussicht auf die "Stadt des ewigen Frühlings". Pueblito Paisa ist eine Miniaturausgabe einer typischen Gemeinde der Provinz Antioquia, ganz oben auf dem 80 m hohen Hügel.

Auch die Free Walking Touren im Zentrum sollen sehr interessant sein. Selbst habe ich keine gemacht, vielmehr gibt mir ein Kanadier eine private Tour, in dem er mich durch die Innenstadt führt und mir alles berichtet, was er bei seiner Führung aufschnappte. Hätte ich noch einen Tag länger in Medellín verbracht, wäre das ganz sicher auf meinem Programm gestanden.

Tagesausflüge von Medellín

Ein wirkliches Highlight ist das Paragliden in San Felix. Mit der Metro in Medellín fährt man zum Portal del Norte und weiter mit dem Bus nach San Felix. Die Anfahrt dauert mehrere Stunden, lohnt sich jedoch absolut. Für einen zehnminütigen Flug zahlt man 95.000 COP, mit Foto- u. Filmaufnahmen 125.000 COP (Stand 2016).

Noch ein absolutes Muss in der Gegend ist Guatapé und der Fels von El Peñol. Wieder einmal ein Gegend, die landschaftlich überzeugt und beweist, wie herrlich und vielfältig dieses Land ist.

Man kann ganz einfach ohne Tour hierhin fahren:

  • Hierfür nimmt man die Metro bis zur Station Caribe.

  • Gleich daneben befindet sich das Busterminal El Norte.

  • Am Schalter Nr. 14 gibt es Busse nach La Piedra (13.000 COP), das ist der Fels von El Peñol.

  • Von dort kann man weiter nach Guatapé im Tuktuk fahren (zu zweit zahlen wir 8.000 COP).

  • Von Guatapé gehen dann wieder mehrfach Busse zurück nach Medellín (14.000 COP).

Die Aussicht vom Piedra del Peñol auf die Seenlandschaft ist einmalig. 659 Treppenstufen klingen schlimmer, als sie eigentlich sind. Ein frischer Fruchtsaft on top und alles ist wieder gut. Der Eintritt kostet 18.000 COP.

An- und Weiterreise

Für die meisten Reisenden führt der Weg von Medellín weiter an die Küste. Die Strecke ist weit, es bietet sich daher an, nach einem günstigen Flug beispielsweise nach Cartagena zu suchen. Für mich geht es ab Medellín weiter auf die Trauminsel San Andrés. Busse von / nach Manizales kosten 40.000 COP.

#Kolumbien #Südamerika #Backpacking #Weltreise

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