• Bettina

Namibia Guide


Was das Reisen in Afrika nicht ganz so einfach macht, sind die spärlichen Informationen im Internet oder dass man vielleicht im Vergleich zu anderen Teilen dieser Welt nicht so viele Freunde und Bekannte hat, die ihre Tipps teilen können.

Dieser Guide soll daher eine kleine Hilfe zum Reisen in Namibia sein. Wenn dir Infos fehlen, schreibe mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an info@betti-buext-aus.com.

Hilfreiche Seiten:

https://www.mzungu.org – Auf dieser Seite kannst du dir Pins mit Tipps in deine MapsMe-App einfügen, WhatsApp-Gruppen beitreten, um Fragen zu stellen oder Rabatt-Gutscheine (z. B. für Autovermietungen) finden.

www.nwr.com.na – Die offizielle Seite der „Namibia Wildlife Resorts“ bietet eine Übersicht mit Aktivitäten in Namibia sowie allen NWR Camp Sites. Diese kann man auch direkt über die Seite reservieren.

Facebook-Gruppen wie International People Backpacking, Volunteering, Living & Touring in Namibia (länger und komplizierter geht’s nicht) haben mir geholfen, Reisepartner für meinen Roadtrip zu finden und dadurch die Kosten zu teilen.

Shuttle vom Flughafen

Der Flughafen von Windhoek liegt einige Kilometer außerhalb der Stadt. Bei wenig Verkehr braucht man etwa 30 Minuten. Taxis und Shuttles sind leider sehr teuer.

Ich hatte mich für folgenden Shuttle entschieden – freundlich und zuverlässig:

www.whk-citycab.com oder per WhatsApp +264 81 257 2188

Man wird mit einem Namensschild erwartet. Der Shuttle kostet N$ 300 für eine Person bzw. N$ 200 p.P. bei zwei Personen.

Wie kommt man von A nach B?

National:

Die meisten Namibia-Urlauber mieten sich für ihre Rundreise durch das Land ein Auto. Alternativ werden Touren angeboten, die aber – ähnlich wie die Mietwagen – ziemlich ins Geld gehen. Eine 9-tägige Tour kostet gut und gerne 1.100 € – 1.300 €.

Das Busunternehmen Intercape verkehrt auf der Linie nach Simbabwe beispielsweise zwischen Windhoek und Tsumeb oder Rundu.

Zwischen Windhoek und Swakopmund gibt es mehrere tägliche Shuttles:

International:

Mit dem Busunternehmen Intercape gelangt man beispielsweise zu den Victoria Falls nach Simbabwe. Mietwagen kann man jedoch auch oft in den Nachbarländern abgeben.

Weiterreise von Windhoek nach Botswana:

  • Shuttle nach Maun: Tenna Express fährt ab zwei Personen an jedem gewünschten Tag (N$ 800 / Person). Kontakt: +264 (61) 263607 oder +264 (81) 1277043

  • Shuttle nach Maun: Munya Bus fährt samstags um 13:00 Uhr (N$ 600 / Person bzw. N$ 300 / Person bis Ghanzi). Kontakt: +264 (81) 6234807

  • Shuttle nach Gabarone: A.T.&T Monaghlota Bus fährt freitags und sonntags um 6:00 Uhr vom Thuringerhof Hotel, Ankunft in Gabarone ist um etwa 18:00 Uhr (N$ 450-500 / Person). Es besteht auch die Möglichkeit, an der Abzweigung nach Ghanzi auszusteigen (N$ 300 / Person) und von dort mit einem Bus oder per Anhalter nach Maun zu fahren. Kontakt: +264 (81) 2135138

Autovermietung

Braucht man 4x4?

Viele Straßen in Namibia sind in guten Konditionen, speziell von Windhoek nach Mariental, Swakopmund, zum Etosha Nationalpark oder nach Tsumeb. Grundsätzlich lässt sich sagen das alle A- und B-Straßen geteert und in gutem Zustand sind. C-Straßen sind meist schon Schotterstraßen und D-Straßen noch kleiner und schlechter.

Der einzige Moment, in dem wir 4x4 zugeschaltet hatten, war im Tiefsand nach Sossusvlei. Hier verkehrt aber auch ein Shuttle, den man nutzen kann.

Was ein großer Vorteil an den größeren Autos (oft Toyota Hilux) ist, ist die Höhe, die einem bei den Schlaglöchern zu Gute kommt oder wenn man Wasser überqueren muss und die größeren Reifen. Selbst mit diesen Autos kommt es vor, dass man einen Platten fährt, aber von Touristen in normalen Autos hatten wir es oft gehört. Ein Mädel erzählte, sie hatten drei Reifenpannen auf dem Weg von Windhoek nach Sossusvlei.

Ab Tsumeb hatte auch ich einen VW Polo gemietet und bin damit durch den Etosha Nationalpark gefahren – ohne Probleme. Aber ich bin wesentlich vorsichtiger gefahren als alle anderen.

Was braucht man? Wo bucht man? Was zahlt man?

Wir haben mit Namvic gebucht. Unser Auto war ein Toyota Hilux 4x4 (Baujahr 2015). Insgesamt waren wir super zufrieden.

Zehn Tage lang waren wir zu dritt unterwegs. N$ 15.450 haben wir insgesamt dafür gezahlt, was pro Person N$ 515 (etwa 32,30 €) am Tag entspricht. Ein 10 %-Gutschein von der Internetseite https://www.mzungu.org ist hier bereits eingerechnet. Dazu kamen N$ 5.043,35 für Diesel, was auch noch N$ 168,11 (etwa 10,50 €) pro Person und Tag sind. Wenn man dann noch die ganzen Camp Sites und Parkeintritte addiert, ist das kein günstiger Spaß. Aber das war es absolut wert!

Unser Auto war komplett für Camping ausgestattet. Wir hatten das “Safari Package”, was Folgendes beinhaltete:

Satelliten-Telefon, Navigationssystem, Kühlschrank, 2 Ersatzreifen, 2 Fahrer, unbegrenzte Kilometer, 2 Dachzelte (weil 3 Personen), Matratzen, Schlafsäcke und Kopfkissen, Kochutensilien, Töpfe, Pfanne, Geschirr, Besteck, Tisch, Stühle, Wasserkanister, Wanne (als Spüle), Gaskocher und Werkzeug für das Auto.

Außerdem hatten wir einen Reifen und die Windschutzscheibe versichert (bereits im Preis oben eingerechnet). Letzteres war unser großes Glück: ein vorbeifahrendes Auto auf der Schotterstraße, ein fliegender Stein und ... knack. Eine Reifenpanne hatten wir glücklicherweise nicht.

Autofahren in Namibia

In Namibia herrscht Linksverkehr. Ich bin erstmals in Südafrika links gefahren und muss sagen, es ist nicht so kompliziert, wie man es sich vorstellt. Das größte Problem ist, dass man die Scheibenwischer betätigt, wenn man blinken möchte und umgekehrt. An Kreuzungen mit Stoppschildern gilt anhalten und wer zuerst kam, fährt zuerst.

Grundsätzlich gilt innerhalb der Ortschaften eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h und außerhalb 120 km/h. Auf Schotterstraßen sollte man nicht schneller als 60 km/h fahren.

In Namibia misst man in Kilometern, nicht in Meilen.

Sofern auf dem Führerschein "Driver's License" in Englisch steht, reicht es normal aus (zumindest für unsere Autovermietung). Auf meinem deutschen Führerschein ist das nicht der Fall (bei meiner Finnischen Bekannten war es so), ich hatte jedoch einen internationalen Führerschein dabei.

Camp Sites

Reservierungen:

Wir waren noch vor der Hauptsaison unterwegs und konnten daher meist ohne Reservierung einfach vor Ort unseren Stellplatz buchen. Im Canyon Roadhouse (Fish River Canyon) hatten wir allerdings großes Glück und den letzten Platz bekommen und auch im Okaukuejo Camp (Etosha Nationalpark) hätte ich spontan vermutlich keinen Platz bekommen und glücklicherweise reserviert.

Reservierungen kann man über die Internetseite www.nwr.com.na machen oder einfach bei den Camp Sites anrufen.

Gefunden haben wir die Campingplätze einfach oft auf der Karte oder in der MapsMe-App oder durch Schilder an der Straße.

Essen:

Die meisten Camp Sites haben Restaurants oder kleine Shops, aber nicht alle. Wir hatten Lebensmittel in unserem Kühlschrank dabei und uns selbst versorgt.

Wifi:

Die Camp Sites des NWR verfügen über kostenpflichtiges Internet, einzelne haben freies Wifi, andere gar nichts. Ich hatte die meiste Zeit kein Internet, da ich nicht dafür bezahlen wollte.

Tankstellen

Grundsätzlich ist die goldene Regel: Tanke an jeder Tankstelle, die du passierst! Und habe so viel Bargeld dabei, dass du mindestens eine Tankfüllung zahlen kannst. An den meisten Tankstellen kann man mit Karte zahlen, aber nicht überall. Oder es passiert auch mal, dass das System gerade nicht funktioniert oder kein Strom da ist.

Tankmöglichkeiten gibt es in:

Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay, Rehoboth, Keetmanshoop, Katima Mulilo, Otjiwarongo, Outjo, Opuwo, Canyon Roadhouse (Fish River Canyon), Luderitz, Solitaire, Oshakati, Gobabis, Rundu

Theoretisch gibt es auch hier Tankstellen, wenn auch nicht ganz zuverlässig damit gerechnet werden kann:

Palmwag, alle Etosha Camps, Divundu, Kongola, Aus

Es gibt keine Tankstelle zwischen Kamanjab und Opuwo und im westlichen Teil des Etosha Nationalparks.

Wenn man den Caprivi Strip, nach Etosha oder Palmwag fährt, sollte man auf jeden Fall einen vollen Tank haben.

Geld

Wechselstuben gibt es in Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay. An Sonntagen und evtl. auch Samstagen haben sie geschlossen.

In allen großen Orten gibt es ATMs. Im Etosha, in Damaraland und dem Caprivi Strip sieht es aber schlecht aus. Im Etosha kann man aber normalerweise auch mit Karte zahlen.

Einkaufsmöglichkeiten

In folgenden Orten gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten:

Windhoek, Walvis Bay, Swakopmund, Keetmanshoop, Opuwo, Outjo, Otjiwarongo, Tsumeb, Rundu, Kamita Mulilo, Luderitz, Gobabis, Oshakati

Basics bekommt man oft auch in kleineren Orten.

Hostel in Windhoek

Das Chameleon Backpackers & Guesthouse war immer wieder einmal meine kurze Base. Hier gibt es einen Pool und das Frühstück ist inklusive. Es werden Touren angeboten und man bekommt Hilfe mit Weiterreise und Shuttles. Zum Busterminal von Intercape wird man kostenlos gefahren.

Ein Bett im Dorm kostet N$ 220 (etwa 13,80 €), ein Einzelzimmer N$ 300 oder ein Luxury Tent ebenfalls N$ 300.

Zur Buchung gelangst du hier.

Zum Campen gut zu haben:

  • Taschenlampe / Stirnlampe

  • Feuerzeug

  • Schwamm und Spülmittel

  • Küchenrolle und Toilettenpapier

  • Öl, Salz und Pfeffer

  • evtl. Boxen für übriges Essen

  • Mückenspray

Eintrittspreise der Parks

Diese Parks kosten N$ 80 p.P. zzgl. N$ 10 p. Auto:

  • Ai-Ais Game Park

  • Etosha Nationalpark

  • Namib-Naukluft Park (Eingang Sesriem = Sossusvlei)

  • Waterberg Plateau Park

  • Skeleton Coast Park

  • Fish River Canyon

Diese Parks kosten N$ 40 p.P. zzgl. N$ 10 p. Auto:

  • Caprivi Game Park

  • Daan Viljoen Game Park

  • Hardap Recreation Resort

  • Khaudom Game Park

  • Mahango Game Park

  • Mamili Nationalpark

  • Mudumu Nationalpark

  • Namib-Naukluft Park (andere Eingänge)

  • Naute Recreation Resort

  • Von Bach Recreation Resort

Kinder bis 16 Jahre zahlen keinen Eintritt. Die Gebühr deckt jeweils 24 Stunden ab.

Fehlen dir noch Informationen? Schreibe mir gerne eine Email an info@betti-buext-aus.com. Ansonsten viel Spaß in Namibia und gute Reise!

#Namibia #Afrika #Weltreise #Backpacking

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