• Bettina

Das Weltkulturerbe von San Agustín *Kolumbien*


Wer waren die Menschen, die sich diese ernst blickenden Statuen vor die Behausungen stellten? Und was stellten diese dar? Noch immer sind nicht alle Fragen erforscht. Man nennt sie die San-Agustín-Kultur und sucht weiter nach den Lösungen zu den offenen Rätseln.

Aber fangen wir vorne an. San Agustín ist ein relativ überschaubarer Ort, inmitten von saftig grünen Bergen, übersät mit Kaffeepflanzen und Zuckerrohr. Der wichtigste Fluss Kolumbiens, der Rio Magdalena, der sich einmal komplett durch das gesamte Land zieht, fließt hier ebenfalls vorbei. Die Fahrt von Popayan dauert ganze sechs Stunden, die Hälfte davon über eine holprige Schotterpiste mit unendlich vielen Schlaglöchern. Mehrere Fahrzeuge sind liegen geblieben oder hängen irgendwo seitlich im Graben.

Ist es all das Wert? Wenn man nur wenig Zeit in Kolumbien hat, würde ich sagen, dass San Agustín nicht zu den Must-Do`s zählt, wenn man aber keinen Druck hat, würde ich sagen: JA!

Die archäologischen Parkanlagen sind super gut gepflegt, nicht überlaufen und von schöner Bergkulisse gesäumt. Das Besucherticket für 25.000 COP (für Studenten 10.000 COP) ist zwei Tage gültig und zählt beispielsweise auch für das kleinere Gelände 'Alto de los Idolos'. Zum Hauptpark fahren ständig Collectivos für 1.200 COP. Das ist natürlich super günstig und praktisch.

Einen schönen Tag kann man durchaus auch im Umland San Agustíns verbringen. Ich hatte beispielsweise eine Tour mit der Agentur "San Agustín Tour Macizo", Calle 3 No. 13-10 Parque Central, gebucht. Für 35.000 COP besuchen wir hier in einer kleinen Gruppe die Wasserfälle Salto Bordones und Salto Mortiño, die archäologischen Stätten Alto de las Piedras und Alto de los Idolos und zu guter Letzt, die Engstelle des Rio Magdalena (wobei es mir etwas an Phantasie fehlt, was genau so besonders hier ist).

Der Eintritt zu Alto de los Idolos ist hier nicht inklusive, aber wie schon erwähnt, vielleicht hat man bereits ein Ticket vom Vortag, oder kauft ein neues und kann dieses noch für den Hauptpark am nächsten Tag nutzen. Dazu kommen 2.000 COP am Wasserfall 'Salto Mortiño', dafür zeigte uns der Besitzer der Finca dort allerdings auch seine Lulo-, Kaffee- und Bananenpflanzen, und 8.000 COP für ein Mittagsmenü.

Nöch eine Idee für einen Aktivität wäre eine Wanderung von San Agustín zu 'La Chaquira' oder ein Ausritt (50.000 COP) zwischen La Chaquira, El Tablon, El Purutal und La Pelota (Eintritt 4.000 COP). Beides habe ich selbst aber nicht gemacht. Für die Wanderung machte mir das Regenwetter einen Strich durch die Rechnung.

Man kann sich also gut und gerne einige Tage in dieser schönen Gegend aufhalten.

An- und Weiterreise

Mit Cootranshuila fahre ich für 34.000 COP (ca. 11 €) in 6 nicht enden wollenden Stunden von Popayan nach San Agustín. Nach Calí dauert die Fahrt 8 Stunden und kostet mit Cootranslaboyanai 45.000 COP (ca. 15 €).

Busse nach Calí fahren zu folgenden Zeiten: 5:45, 8:30, 10:30, 13:30, 15:30, 18:00 und 20:00 Uhr.

Geld in San Agustín

Geldautomaten sind vorhanden. Es empfiehlt sich dennoch, mit Bargeld in diesen Ort zu kommen. Es kommt wohl nicht selten vor, dass alle (!!) ATM's leer sind. Und so war es auch bei mir der Fall. Am Abend konnte ich mir gerade noch so ein Abendessen für umgerechnet 3 € leisten, aber am nächsten Morgen saß ich fest und konnte weder mein Hostel noch mein Busticket zahlen ... bis dann endlich wieder eine Geldlieferung kam.

#Kolumbien #Weltreise #Backpacking #Südamerika

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