• Bettina

Utila - das kleine Paradies inmitten der Karibik *Honduras*


Fünfundvierzig Minuten gehe ich durch die Hölle, bevor ich im Paradies lande. Denn genau so lange dauert die Fährüberfahrt von La Ceiba auf die Insel Utila. Ich sitze schon nicht mehr, sondern liege auf dem Deck. Ein junger Mann von der Crew hält mir seit Minute fünf die Tüte, deckt mich zu, kühlt meinen Kopf mit nassen Tüchern und hält meine Hände, die sich verselbständigen und völlig verkrampfen. Irgendwann sagt er mir, wir seien da! "Soll ich dich nach unten tragen?" Ich bestehe darauf, zu gehen. Er und ein Passagier aus China stützen mich, bevor mir unten schwarz vor Augen wird und ich wieder zusammenbreche. Wie viele Menschen sich um mich kümmern und mich nicht alleine lassen, mir Medikamente in der Apotheke besorgen oder mein Gepäck abholen, weiß ich nicht. Wie lange sie da sind, weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, dass ich ihnen allen unglaublich dankbar bin. Selbst der Tuk-Tuk-Fahrer wartet geduldig, bis ich bereit bin, mich auf die holprige Fahrt zum Hostel zu begeben und die haben es ja normal am eiligsten. Vermutlich zum ersten Mal versuche ich nicht um den Fahrpreis zu feilschen. Im Hostel angekommen, versuchen mich zwei Jungs auf einer Strandliege zu meinem Bett zu bringen. Dieses Gewackel ist dem Wellengang von vorher gleich, so dass das so nichts wird. Irgendwie schaffe ich es ins Bett und bin für den Rest des Tages aus dem Rennen.

Umso mehr staune ich, als ich am nächsten Morgen voller Energie einen Fuß vor das Hostel setze und einen traumhaften Strand vorfinde. Wow! Ich hatte am Tag vorher rein gar nichts davon wahrgenommen.

Utila ist nicht sehr groß. Der Hauptstrand liegt direkt vor meinem Hostel. Ins Örtchen oder zum Schiffssteg kann man gut zu Fuß gehen.

Die leckeren Baleadas darf man sich nicht entgehen lassen - sie sind DER typische Snack von den Straßenständen in Honduras und lassen sich einfach nur mit Bohnen und Käse oder auch zusätzlich mit Avocado, Ei, Fleisch, Wurst und vielem mehr füllen.

Einen unvergesslich schönen Tag verbringe ich bei einer Kajaktour (Miete 700 Lempira) durch die Mangroven auf die andere Seite der Insel. Mit einer Ananas im Gepäck kommen wir an einem menschenleeren Strand an, knacken uns dort noch eine Kokosnuss und schon könnte das Leben mal wieder besser nicht sein.

Auf Utila lerne ich den lieben Sebastian kennen, einen Österreicher, mit dem ich dann sogar noch bis El Salvador unterwegs bin. Selten habe ich einen so unkomplizierten Reisepartner gefunden, den ich nur schweren Herzens Richtung Nicaragua habe ziehen lassen, als es für mich weiter nach Guatemala gehen sollte.

Abfahrtszeiten der Fähre (Stand 9/2017)

Ab La Ceiba fährt die Fähre montags bis sonntags um 9:00 Uhr und 16:40 Uhr. Zurück auf's Festland fährt die Fähre um 7:00 Uhr und 15:20 Uhr.

Die Fahrt kostet jeweils 600 Lempira.

Grundsätzlich ist das Meer morgens ruhiger und daher für empfindliche Personen eher zu empfehlen. Bei der Rückfahrt um 7:00 Uhr hatte ich, vielleicht auch dank Medizin, überhaupt keine Probleme.

Geld auf Utila

Auf der Insel gibt es einen Geldautomaten. Auch am Fährhafen steht ein ATM bereit.

Meine Route durch Honduras

#Honduras #Mittelamerika #Backpacking #Weltreise

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