• Bettina

Farbenfrohes Valparaíso *Chile*


Auch wenn Valparaíso nichts mehr mit dem einstigen Fischerdorf zu tun hat und inzwischen gigantisch groß ist, hat es sich die Gemütlichkeit irgendwie erhalten können. Die Gässchen, bunten Hausfassaden, zig Treppen, die auf und ab führen, uralte Aufzüge, die bei den steilsten Abschnitten unterstützen - all das macht "Valpo" zu dem, was es ist: ein liebenswertes Fleckchen im herrlichen Chile.

In der Bucht gehen die Orte Valparaiso, Vina del Mar, Renaka und Concon ineinander über. Jeder Ort hat einige Strandabschnitte, mit etwas Glück lassen sich sogar Seelöwen beobachten. Die Strände sind nicht unbedingt nach meinem Geschmack - eher Miami-Beach-Style mit riesigen Hochhäusern im Hintergrund.

Wie auch schon in Santiago, kann ich die Free Tour nur empfehlen. Der Guide versucht zu erklären, wie es zu den bunten Häuschen kam. Hierbei seien drei Theorien denkbar: man strich die Häuser in der gleichen Farbe, wie das dazugehörige Fischerboot, man strich die Häuser überhaupt mit den Farben, die noch übrig waren oder man strich die Häuser bewusst so auffällig und unterschiedlich, damit man auch im angetrunkenen Zustand noch nach Hause fand.

Oder man erhält die Erklärung zu dem hier: einer früheren "Waschmaschine".

Von oben wurde das Wasser heruntergespült, während man die Wäsche darin auswusch. Streiterein um die obersten Plätze waren vorprogrammiert, da hier das Wasser natürlich noch sauber war. Heute dient diese Rarität lediglich noch als Rutsche für Kinder.

Besondere Augenweide ist der Cerro Concepción. Hier entstehen all die Fotos, die Google ausspuckt, wenn man nach Valparaíso sucht. Auch mich zieht die Gegend in ihren Bann.

Was mich überrascht - und zwar positiv - ist das Haus von Pablo Neruda "La Sebastiana". Ich habe nicht die geringste Idee, was mich erwartet, aber nachdem alle davon sprechen, lasse ich es mir nicht entgehen. Die Führung per Audioguide durch die vier Wände des Nobelpreisträgers lohnen sich absolut. Alleine der Blick auf das Meer ist einmalig, die besondere Einrichtung und all die Details, die einen zum Schmunzeln bringen, machan diesen Fremden so sympatisch und das Haus so, dass man gerne direkt einziehen will.

Sanddünen von Concón

Für weniger als 500 Pesos (ca. 60 Cent) gelangt man mit dem Bus in den Nachbarort Concón. Sobald die riesiegen Sanddünen zu sehen sind, drückt man auf Stop und hüpft aus dem Bus. Hier kann man Sandboarden oder einfach nur über die Dünen stapfen, bis man das Meer sieht.

Infos

Meine Unterkunft war das Costa Azul B&B in Valparaíso. Und ohne zu übertreiben, ich hatte noch nie eine so nette und herzliche Unterkunft. Ein Paar aus Slowenien geht in seinem Job als Gastgeber wahrlich auf. Es fehlt an nichts.

Im 5-Bett-Zimmer zahle ich hier 9,00 € / Nacht. Man kann jeden Morgen auch spontan noch entscheiden, ob man das Frühstück (für 2.900 Pesos) beanspruchen möchte.

Buchen kannst du die Unterkunft hier.

Zugegeben, zentral gelegen ist sie nicht. Es fahren jedoch ständig Busse in die Stadt, die gerade mal 400 Pesos kosten.

Das "La Sebastiana" - Casa de Pablo Neruda befindet sich in der Ricardo de Ferrari 692, Valparaíso. Der Eintritt mit Audioguide kostet 7.000 Pesos, was etwa 10 € entspricht.

Valparaíso erreicht man von Santiago sehr einfach mit dem Bus. Ich bin mit Turbus gefahren und fand die Busse äußerst komfortabel und pünktlich. Vorbuchen ist nicht nötig, sie fahren von den zentralen Busbahnhöfen in Valparaiso und Santiago (Terminal de Buses Alameda) ständig und in kurzen Zeitabständen.

#Chile #Südamerika #Backpacking #Weltreise

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