• Bettina

Oh, wie schön ist Panama?


Die Rede ist von Panama City. Janosch meinte mit diesem Satz, den er natürlich nicht in Frage stellte, zwar das Land an sich, aber dazu mehr in den nächsten Blogbeiträgen. Das alles von oben nach unten nach Bananen riecht, wie er so schön in seiner Geschichte erzählt, kann ich jedenfalls noch nicht feststellen. Eher bin ich etwas ernüchtert über diese trüb und unlebendig wirkende Stadt. Vielleicht tue ich ihr aber auch unrecht und Kolumbien stellt diese Etappe meiner Weltreise zu sehr in den Schatten.

Einreise nach Panama Mehrfach hatte ich im Vorfeld gehört, dass bei der Einreise ein Weiter- oder Heimreiseticket gefordert wird, als Bestätigung dafür, dass man Panama auch wieder verlässt. Nachdem ich über Land weiter nach Costa Rica reise, hatte ich mir über bestonwardticket.com ein Ticket erstellen lassen, das ich so nie besaß. 8 USD waren es mir wert, mir die Einreise nicht verweigern zu lassen. Offiziell fliege ich also nach 4 Wochen nach Amsterdam, inoffiziell bleibe ich da wo ich gerade bin: in Mittelamerika. Vorzeigen musste ich übrigens rein gar nichts. Aber sicher ist sicher. Der Flughafen "Aeropuerto Internacional de Tocumen (PTY)" liegt etwas außerhalb der Stadt. Ein Uber kostet etwa 13 USD (zu meinem Hostel Mamallena), ein Taxi in der Regel 30 USD. Man findet mit Sicherheit andere Reisende, mit denen man sich die Fahrt teilen kann.

In Panama City Panama City ist im direkten Vergleich mit Kolumbien auffallend sauber und gepflegt. Hunde gehen an der Leine, es wird nicht wild gehupt und mit etwas Glück halten die Autos sogar am Zebrastreifen. Für mich wirkt jedoch alles etwas trist und ausgestorben, mir fehlt es an Flair und Musik, Obstständen und Menschen, die mir ein freudiges Lächeln schenken. Freundlich sind auch die Panameños, nur nicht ganz so aufgeschlossen. Eher so wie wir Deutschen halt. Die Altstadt Casco Viejo lädt zu einem Spaziergang ein. Sie ist ohne Zweifel sehr schön, allerdings ist auch sie ziemlich menschenleer. Perfekt renovierte Gebäude mit trendigen Lokalen stehen neben Ruinen. Irgendwie nicht so der Hit.

Ein nettes und leckeres Lokal in der Altstadt ist das Nomada Eatery. Ganz günstig kommt man hier zwar nicht davon, jedoch war mein Panini mit Ziegenkäse und Grillgemüse (8 USD) mit dem Maracujasaft (4 USD) ein Traum.

Im Bankenviertel, auf das man von der Promenade einen tollen Blick hat, reihen sich teure Markenläden aneinander. Auch hier habe ich einige Kilometer zu Fuß zurükgelegt. Auf besonders ansprechende Ecken bin ich nicht gestoßen.

Aber dann: ein Highlight in Panama. Ich fahre zum Panamakanal, genauergesagt zur Schleuse von Miraflores, wo es auch ein Besucherzentrum gibt. Neben einer Ausstellung kann man unter Anderem einen kurzen Film sehen. Von der Terrasse aus lässt sich trotz vieler Besucher ganz gut mitverfolgen, wie sich die Schiffe ihren Weg von der einen auf die andere Seite bahnen. Insgesamt gilt es übrigens drei Schleusen zu durchqueren, um vom Pazifik in den Atlantik zu gelangen - oder umgekehrt. Und da sind wir schon da angelangt, was man wissen sollte. Die Schiffe werden in Kolonne geschleust. Das heißt sie stauen sich außerhalb des Kanals an und anschließend darf die eine Richtung loslegen, danach die andere Richtung. Das bedeutet, dass man entweder am Morgen Schiffe passieren sieht, oder am Nachmittag. Beispielsweise bin ich um 10:15 Uhr vor Ort, hatte die Schiffe vom Morgen gerade verpasst und eine Wartezeit bis ca. 14:00 Uhr, bis die nächsten Schiffe ankommen würden. Das Ticket, das stolze 15 USD kostet, ist allerdings ein Tagesticket und man kann auch noch ein zweites Mal kommen. Das Personal vor Ort gibt gerne Auskunft, wann die nächsten Schiffe erwartet werden. Ein Tipp unter vorgehaltener Hand: die Tickets sind nicht personalisiert. Man könnte theoretisch brüderlich mit anderen Besuchern teilen.

Die höchste Gebühr, die für die Durchquerung des Kanals bis dato gezahlt wurde, liegt bei unglaublichen 450.000 USD. Damit kann man sich klar machen, wie viel Ersparnis es wohl dennoch bedeutet, nicht um den Kontinent herumzuschippern, sondern diese "Abkürzung" zu verwenden. Die geringste Gebühr lag übrigens bei 0,36 USD, für einen Irren, der 1928 den Kanal durchschwamm.

In Casco Viejo gibt es über den Bau und die Geschichte des Panamakanals noch ein recht interessantes Museum, falls einem die Ausstellung im Besucherzentrum noch nicht genügt, oder man dort nicht hinfährt. Das Museo del Canal befindet sich direkt am zentralen Platz, ist dienstags bis sonntags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet und kosten 10 USD (für Studenten 5 USD) Eintritt.

So kommt man zum Panamakanal:

Ab dem Busterminal Albrook fahren regelmäßig Busse nach Miraflores. Nach Albrook gelangt man, je nachdem wo man in Panama City unterkommt, sehr leicht mit der Metro. Sowohl die Metro, als auch der Bus kosten 0,25 USD je Fahrt. Man benötigt eine Karte, die man mit Geld aufladen kann, um Metro und Busse zu nutzen. In meinem Hostel (Mamallena) konnte man eine solche Karte gegen eine Kaution von 5 USD leihen. Das Besucherzentrum befindet sich an der Endstation.

Währung in Panama

Panama verfügt kurioserweise über zwei gleichwertig anerkannte Währungen: den US-Dollar und den Balboa. Von letzterem sind lediglich Münzen im Umlauf, an jedem Geldautomaten bekommt man ausschließlich Dollar-Noten. Wirklich kompliziert ist das nicht, denn beide Währungen sind gleich viel wert.

Meine Unterkunft

Ich habe im Hostel Mamallena geschlafen, das zwischen Casco Viejo und Bankenviertel liegt. Pro Nacht im 6-Bett-Zimmer zahlte ich hier 11 USD. In allen Mamallena Hostels in Panama ist ein Frühstück inklusive, das aus einem bereitgestellten Pfannkuchenteig und Kaffee / Tee besteht. Man kann sich seinen Pancake dann selbst zubereiten, wann es einem lieb ist. Ich habe mir immer frisches Obst dazu gekauft und war damit mehr als zufrieden. Insgesamt war das Hostel gut, super große und bequeme Betten, warmes Wasser, super nettes Personal, aber nicht sehr internationale Gäste (sehr viele Deutsche, muss aber ja nicht negativ sein, nur ich habe lieber die bunte Mischung).

Zur Buchung gelangst du hier.

An- und Weiterreise

In Panama City befindet sich ein internationaler Flughafen. Eine Weiterreise von oder nach Kolumbien über den Landweg ist nicht möglich. Alternativ zu einem Flug gibt es beispielsweise Angebote mit Segelschiffen über die San Blas Inseln, die traumhaft sein sollen.

Um beispielsweise nach Santa Catalina weiterzureisen, fährt man vom Busterminal Albrook wie folgt:

Panama City - Soná (10 USD, 6 Std, 6 Busse täglich)

alternativ:

Panama City - Santiago (20 Busse täglich) - Soná

Soná - Santa Catalina (4,65 USD, 1 ¾ Std.)

#Panama #Mittelamerika #Weltreise #Backpacking

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